Illuha

Interstices

12k2028

REVIEW: SONIC SEDUCER (DE)

Tomoyoshi Date und Corey Fuller bleiben auf Interstices ihrem Konzept treu: Ein Ort voller musikalischer Werkzeuge wird entdeckt und erforscht. War es auf dem Vorgänger Shizuku eine Kirche im Staate Washington, wird diesmal unter anderem der Yougenji Tempel in Tokio gleichermaßen erkundet und als Studio genutzt. Man spürt deutlich, wie Date und Fuller anfangs vorsichtig das unbekannte Terrain erschließen, dann aber immer offensiver mit ihren Instrumenten und der Raumakustik in Interaktion treten. Neben verschiedenen Tasten- und Saiteninstrumenten prägen vor allem die nicht-musikalischen Momente den Eindruck, dass man als heimlicher Mithörer vor Ort anwesend ist. Man hört Fußtritte, Spielgeräusche, knarrendes Holz und vielerlei mehr, was Tontechniker normalerweise vermeiden wollen. Die Intimität, die Illuha vor knapp zwei Jahren auf ihrem Debüt angelegt hatten, bleibt dadurch vollständig erhalten und entwickett sich zu ihrem Markenzeichen. Saicha Bertoncin
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