Taylor Deupree

Faint

12k1073

REVIEW: SONIC SEDUCER (DE)

In den letzten Jahren hat Taylor Deupree sich neben der Führung des 12k Labels vor allem dem Musizieren mit anderen Künstlern gewidmet. Mit Faint erscheint nun mal wieder ein Solowerk, das ihn jedoch nicht nur als Klangkünstler, sondern auch als Fotograf präsentiert. Die fünf Tracks huldigen der Entschleunigung und der Unschärfe. Die Klangbilder, die Deupree mittels Elektronik, Rhodes, Gitarre und Field Recordings malt, rufen Assoziationen unklarer Landschaftsaufnahmen mit gelegentlichen Zooms auf vereinzelte Bilddetails hervor. Regen nieselt vom Himmel, Nebel ist aufgezogen und dennoch kippt die Atmosphäre nicht ins Ungemütliche. Die Eigenbeschreibung "microscopic-sound music" umreißt sowohl den Klang als solchen als auch die Art der Komposition. Neben der regulären Version erscheint das Album als Deluxe Edition, die nicht nur einen 35-minütigen Remix des Tracks "Thaw" enthält, sondern sich auch den photographischen Arbeiten von Deupree widmet. Mittels einer handgebauten 35-mm-Plastikkamera sind zwölf Fotos entstanden, die das Album vom Ohren- auch noch zum Augenschmaus werden lassen. Sascha Bertoncin
Taylor Deupree
Faint