Taylor Deupree

Faint

12k1073

REVIEW: GOOD FRIENDS WITH BAD HABITS (DE)

Genres, auch auf seinem Label 12k veröffentlicht er Werke von unter anderem Stephan Mathieu und Simon Scott – und also der Avantgarde der leisen Töne. Sein neuestes Werk Faint erscheint just auf dem eigenen Imprint. Zwar mögen die fünf Kompositionen auf den ersten Blick nicht besonders aus dessen Katalog hervorstechen, ein dichtes, wohlig das Hirn durchspülendes Werk ist Faint trotzdem geworden. Wie Wegner & Weinmann, Dooks & Machinefabriek auch setzt Deupree seine Musik mit manipulierten Feldaufnahmen in Szene. Regen, der stetig fällt, Wind, der leise pfeift, ein ominöses Knistern und Knacken – schon öffnet sich ein ganzer Raum. Darüber meditiert Deupree mal mit reduzierten Drones, wie sie auch Dunn produziert, mal webt er wie im Opener Negative Snow mit einem kräftigen Basslauf diskrete Konturen in die abstrakten Klangflächen. Obwohl sich Deupree mit Faint sicherlich nicht selbst übertroffen hat und seine Sounds sich nah an der Grenze des Statischen vorbeischleppen – so wie er weiß kaum jemand, mit ein paar dichten Tönen Wärme zu schaffen, wo vorher keine war.
Taylor Deupree
Faint