Kane Ikin

Sublunar

12k1072

REVIEW: MUSIK AN SICH (DE)

Rauschen scheint das große Thema von Kane Ikin´s ersten Soloalbum zu sein. Das meine ich nicht böse, das große, dunkle Soundmonument Sublunar weist jedoch eben als Basis immer wieder elektronisches Rauschen aus. Die 16 instrumentalen Tracks seines Debüts bringen es auf 55 Minuten und auch, wenn nicht alle Tracks ineinander übergehen erreicht der Künstler eine große einheitliche Atmosphäre. Das Rauschen wird von dunklen Keyboards begleitet, die mal im Streichersound, mal im Glockensound oder auch mal im rein elektronischen Keyboardsound daher kommen. Die auftauchenden Beats sind dezent eingesetzt und entstehen zumeist aus der rhythmischen Verarbeitung der Keyboardsounds. Die Atmosphären entstehen aus den Schleifen der rauschenden Elektronics, die aufbegehren und wieder abschwellen und dementsprechend mal atmosphärisch düster oder bedrohlich anschwellend sind. Der Spannungsbogen wird durch die immer wieder eingewobenen Instrumente, Gitarren, Streicher, Glocken oder eben Synths gehalten. Kane Ikin bietet mit seinem Soloalbum im Grunde den selben Sound wie den seiner Hauptband, dem Duo Solo Andata, nur wesentlich elektronischer. Eine dunkle, einfordernde Psychedelik auf Basis von vielen Soundschleifen.

Ein Sound, von dem man sich gefangen nehmen lassen kann, der aber nicht ganz an das, was die Hauptband erschafft, heranreichen kann.
Kane Ikin
Sublunar