Illuha

Shizuku

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REVIEW: DE:BUG (DE)

Die Raumakustik einer Kirche, eine Handvoll traditioneller Instrumente und quadrophone Aufnahmetechnik finden auf dem Debütalbum von Illuha zwanglos zusammen. Die beiden Musiker Corey Fuller und Tomoyoshi Date haben Gitarren-, Klavier- und Celloklänge wortwörtlich in der Luft hängen lassen, die Sache mit Geräuschen aus dem Kirchenschiff vermischt und zu einer freischwebenden, ungehemmt zärtlichen Ortsbegehung heranwachsen lassen, die in ihrer Intimität ein wenig verlegen machen kann. Dafür belohnen sie ihre Hörer mit einer Schönheit, die Harmonie und Melodie duldet, ohne gleich in romantische Gesten zu verfallen. Stattdessen bieten sie eine Art frei improvisierter Ambient-Musik, die sich durchaus dessen bewusst ist, dass man in einem Raum mit Wänden voll "klingender Tapeten” einiges an nachhallender Schwingungsmasse zu überbrücken hat.
Illuha
Shizuku