Stephan Mathieu

A Static Place

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REVIEW: SONIC SEDUCER (DE)

Stephan Mathieu gehört zu den wenigen Klangkünstlern, deren Arbeiten sowohl losgelöst aus ihrem Kunstkontext funktionieren als auch als integraler Bestandteil von Instaltationen, ohne hierbei austauschbar werden. Mit über 15 Albumveröffentlichungen gehört er zu den urntriebigen Akteuren der Szenerie. Auf A Static Place unternimmt Mathieu eine Reise in die Vergangenheit. Hierzu verwendet er Tonaufnahmen aus dęn Jahren 1928 bis 1932, die Musik aus der Zeit des Barocks, der Gotik und der Renaissance enthalten. Diese Aufnahme spielte er über zwei Grammophone ab und nahm ihren Wiederhalt im Studio auf, um sie anschließend zu bearbeiten. Das Ergebnis sind dichte, aber dennoch fragile Klangwolken voller akustischer Überlagerungen und voller Bewegung. Letzteres unterscheidet die Aufnahmen von klanglich vergleichbaren aus den Händen von Asmus Tietchens oder dem Hafler Trio, wird in jenen Fällen doch mit deutlich geringerer Bewegungsfreiheit nach den Tönen geforscht.
Tipp! Sascha Beroncin
Stephan Mathieu
A Static Place