Pjusk

Sval

12k1059

REVIEW: DE:BUG (DE)

Manchmal sind Pressetexte zu eindimensional. In dem Fall von Rune Sagevik und Jostein Dahl Gjelsvik, die unter dem Namen Pjusk diesen Release herausbringen, ist das vorgegebene Bild zu eng, zu punktiert. Dass zwei Musiker in einer kalten Berghütte an ihren Rechnern schrauben, ist ein liebenswerter (und gerne genutzter) Entstehungsmythos, läuft aber gerade darum schnell Gefahr, das entstandene Werk allzu sehr in ein tumbes Promotionsklischee zu pressen. Die weit angelegten, liebevoll aufeinander gestapelten Pattern, der überaus sensible Umgang mit knisternder Elektronik, zaghaft fast eingestreuselt unter lange verwehenden Ambientpassagen, geht weit über die klirrende Kargheit einer norwegischen Winterlandschaft hinaus, streift ein wenig noch den europäischen Kontinent und setzt ohne große Anstrengung sanft neben dem Eno-Klassiker Apollo auf dem Mond auf. Pjusks 2007er Debütalbum Sart hat Wetter geschlagen, dieser Rundling hier wird die Gischt hochpeitschen, auch oder gerade weil er eine so unbändige Ruhe und urtümliche Kraft birgt. www.12k.com RAABENSTEIN
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