Pjusk

Sval

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REVIEW: BAD ALCHEMY (DE)

Der raue Norden ganz sanft. Unten knarren Eis und Schnee, oben eine einzelne Krähe. Aber Rune Sagevik & Josteln Dahl Gjelsvik kuscheln sich in ihrer Berghütte unter eine Dröhnglocke und bringen die Schneefelder zum Swingen. Eine Bergfee säuselt und wispert einem ins Ohr wie der Wind. Die übrigen Reize der dämmrigen, nebligen, schattigen Norge-Landschaft erschließen sich dem Sanftmütigen als ein molliges Sirren, Flickern, Glimmern und Dröhnen, mit gedämpften Beats und harmonischen Tönen von Harmonika, Flöte, Piano, Gitarre, Kontrabass, die einem warm ums Herz machen. Die Beatz, Clicks und Glitches scheinen hier naturverbundener als üblich, als ob das Knistern und Tröpfeln von Schnee und Schmelzwasser zugrunde läge oder das feine Klicken von Eis oder von Metallstückchen. Pjusks Ambiente ist aber durch seinen gemütlichen Puls letztlich doch eine poppige Schmusedecke, auch wenn zum Ausklang noch einmal die Krähe knarrt.
Pjusk
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